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Folgen fallender Hardwarepreise für das Outsourcing

Die kontinuierlich sinkenden Hardwarepreise zeigen weiterhin Folgen für das Outsourcing. Der Trend zu immer leistungsfähigeren Servern hält an. Unterscheidet man Server nach der Arbeitsweise ihrer CPU etwas altmodisch in RISC- und CISC, ergeben sich sehr unterschiedliche Preise, so die Computerwoche in einem Beitrag. RISC-Maschinen mit  Unix sind hiernach stets teuer als CISC-Ausführungen, die auf Intel oder AMD-basieren. So sollen etwa Anwender von Unix-Server mit zwei CPUs in den letzten drei Jahren zwischen 50 und 80 Prozent mehr bezahlt haben als Nutzer mit Intel- oder AMD-Prozessor.

Gleichwohl existieren Anwendungsfelder, in denen die UNIX-Boliden aus gutem Grund beliebt sind: In gewachsenen Client-Server-Applikationen mit komplexer Schnittstellenarchitektur und hoher Transaktionslast würden bei einer Migration so hohe Kosten anfallen, dass ein Umstieg nicht lohnt. Gleichwohl raten die Autoren, der „teueren Welt der Unix-Systeme wo möglich den Rücken zu kehren“.

Zudem empfiehlt man Outsourcing-Partnern die vertragliche Regelung  der regelmäßigen Preisanpassung und der ständigen Überarbeitung der technischen Infrastruktur. Am Ende der Vertragslaufzeit würden dann keine tiefgreifende Überarbeitung ins Haus stehen. Ebenfalls nötig sei eine Sondierung der Hardware-Hersteller. Hier gäbe es erhebliche Preis-Leistungsunterschiede.

Neben den immer noch steigenden Datenaufkommen haben die gesetzlichen Anforderungen an die Aufbewahrungsfristen den Speicherhunger der Anwenderfirmen weiter erhöht. Dieses Phänomen trifft auf einen Preisrückgang insbesondere für Online-Speicherplatz. Die Reduzierung erstreckt sich über alle Hersteller und beläuft sich auf rund 70 Prozent. Die Anbieter offerieren vermehrt modular ausbaubare Kleinsysteme als auch reduzierte Varianten ihrer Großspeicher im Online-Segment. Der Preis für das Speichern auf Band ist um knapp zehn Prozent gefallen, zugleich verdoppelten sich Speichergeschwindigkeit als auch Speicherkapazität.

Quelle: Computerwoche v. 14.10.2007